Norbert Blüm, 82, lebt in einer kleinen Villa in der Bonner Südstadt. Er hat eingewilligt, ein Abschiedsgespräch über Helmut Kohl, Heiner Geißler und die Bonner Republik zu führen. war von 1982 bis 1998 Sozialminister. Er sagt, er freue sich auf das Gespräch, aber er wirkt seltsam aufgeregt.

SPIEGEL: Herr Blüm, wie haben Sie erfahren, dass gestorben ist?

Blüm: Ich glaube, ich habe es im Radio gehört. Ich wusste aus Telefonaten mit Freunden, dass er im Sterben liegt. Ich hatte mich auf seinen Tod schon eingestellt.

SPIEGEL: Was kam Ihnen in den Sinn?

Blüm: Mitleid. Kohl muss sehr verbittert gestorben sein. Er wollte seine Söhne und Enkel nicht sehen, die meisten Freunde waren auch nicht mehr erwünscht. Ecki Seeber, sein ehemaliger Fahrer, kannte in seinem Leben eigentlich nur den Dienst für Kohl, aber auch er durfte nicht kommen. Kohl hätte eigentlich einen anderen Abgang verdient gehabt. Bei aller Kritik an ihm, er war doch ein großer Staatsmann.

SPIEGEL: Sie haben die Trauerfeier von Kohl in

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