Fast 40 Jahre lang saß der gebürtige Bochumer Lammert, 69, als Abgeordneter im Bundestag, davon 12 als Parlamentspräsident. Seit diesem Jahr leitet er die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung.

SPIEGEL: Herr Lammert, sitzt mit der AfD eine rechtsextreme Partei im Deutschen Bundestag?

Lammert: Das ist mir zu pauschal. Aber dass sich die AfD während ihrer Zeit im Bundestag noch weiter von rechts nach rechts außen statt in die Mitte entwickelt hat, ist schwer zu übersehen.

SPIEGEL: Auch viele Christdemokraten fordern deshalb, die AfD vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen. Stimmen Sie Ihren Parteifreunden zu?

Lammert: Ich kann dieser Debatte nicht viel abgewinnen. Es fällt mir schwer, von solchen Ermittlungen der zuständigen Sicherheitsbehörden große Erkenntnisfortschritte zu erwarten. Wenn ich mir die sehr übersichtlichen Ergebnisse des Verfassungsschutzes bei der Überwachung der NPD oder der Aufdeckung des NSU in Erinnerung rufe, kann ich mir davon nicht sehr viel versprechen.

SPIEGEL: Offenkundig

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