Fünf Minuten. So lange wolle sie reden, bevor selbst dieser Prozess sein Ende finden wird, so hat es Beate Zschäpe angekündigt. Die Ankläger haben bereits bekräftigt, bei ihren Vorwürfen zu bleiben. Nun ist sie noch einmal an der Reihe, die Strafprozessordnung gewährt ihr dieses Recht: "Dem Angeklagten gebührt das letzte Wort."

Fünf Minuten also. Natürlich hätte Beate Zschäpe längst viel mehr reden können. Sie hätte sich erklären können, aber nur einmal hat sie gesprochen, am 313. Verhandlungstag. Eindreiviertel Jahre ist das schon her. Und natürlich hätte sie auch weiter schweigen können, wie sie es an all den anderen 435 Verhandlungstagen getan hat seit dem Prozessauftakt im Mai 2013. Niemand kann sie zwingen, auch nicht am Dienstag, wenn der vermutlich letzte Verhandlungstag vor dem Urteil vorm Oberlandesgericht München, 6. Strafsenat, beginnt.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
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