Wer Österreich von Westen her betritt, bei Bregenz am Bodensee, gerät mit ein wenig Glück in eine jener Wetterlagen zwischen Wasser und Gebirge, die Bilder von fantastischer Schönheit mitbringen. Es stehen sich dann oft Regenfronten und klare Himmel gegenüber, weil die Berge das Wetter scheiden, oder es ziehen dichte Nebel über den Boden wie magisch glühender Dampf. Weiter hinten in den Hochalpen, in diesem ganzen geologischen Spektakel namens Österreich, heben sich, wenn die Nächte kommen, Gipfel und Kuppen bald wie Tierköpfe ab, wie monströse Leiber, an deren Flanken die Dörfer stecken wie weihnachtlicher Schmuck. Im Osten dann beruhigt sich das Land, zerfließt in freundlichere Hügel, und endlich wird, hinter Graz, hinter Wien, im Burgenland die Pannonische Tiefebene erreicht, und es geht zu Ende, was heute Österreich heißt. Ein schönes Land. Das muss gesagt sein. Vor allem anderen.

Alles andere betrifft die seltsamen Pfade, auf denen das Land, seine Gesellschaft, sein politischer Betrieb

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
FOTOS: ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, DOMINIK BUTZMANN / LAIF, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel, ARMIN SMAILOVIC / Der Spiegel

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