Es war eine Überraschung: Rob Dunn hatte nach einem unscheinbaren Insekt gesucht, und was er fand, war eine Invasion von Schrecken.

Dunn ist Ökologe an der North Carolina State University, für die Höhlenschrecken interessierte er sich nur deshalb, weil die Beziehung dieser Insekten zum Homo sapiens wohl schon so lange währt: Steinzeitkünstler in den französischen Pyrenäen hielten das Abbild des Tieres auf einem Bisonknochen fest – die älteste bekannte Darstellung von Ungeziefer. Dunn wollte nun herausfinden, wie viele Höhlenschrecken heute noch in menschlichen Behausungen zu finden sind.

Der Forscher tat, was er in solchen Fällen oft zu tun pflegt: Er verbreitete einen Aufruf. Menschen in den ganzen USA forderte er auf, ihm von Schreckenfunden in ihren Kellern zu berichten. Er erhielt 2269 Zuschriften, und die offenbarten ein eigenartiges Bild: Im Osten schienen die Insekten weit verbreitet, aus dem Nordwesten dagegen meldeten die meisten, ihre Keller seien schreckenfrei.

Aufklärung erhielt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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