SPIEGEL: Herr Minister, haben Sie sich schon bei der Kanzlerin beschwert?

Scholz: Warum sollte ich?

SPIEGEL: Angela Merkel hat kürzlich auf die Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Reform der Eurozone geantwortet, obwohl eigentlich Sie für die Währungspolitik zuständig sind. Haben Sie sich von der Kanzlerin die Schau stehlen lassen?

Scholz: Unsinn, Frau Merkel und ich haben die Pläne in den vergangenen Wochen entwickelt. Jetzt gilt es, damit in Verhandlungen weiterzukommen. Schließlich benötigen wir in Europa nicht nur die Zustimmung Frankreichs, sondern aller Mitgliedstaaten.

SPIEGEL: Viele waren von Merkels Vorschlägen aber eher enttäuscht. Macron hat von einer "Neugründung Europas" gesprochen, Merkel dagegen nur viele Detailregelungen aufgezählt. Finden Sie nicht, dass Merkels Reaktion auf die Initiative des französischen Präsidenten etwas kleinteilig ausgefallen ist?

Scholz: Anders als Frankreich ist Deutschland keine präsidentielle Demokratie, in der ein Präsident

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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