Politologe aus Bulgarien, das klingt wie Schnaps aus Mazedonien. Westeuropäer haben es nicht so mit dem Osten, und der gemeine Westdeutsche hat es nicht so mit Ostdeutschland. Eine fremde Welt, die zu viel Geld kostet, zu wenig Dankbarkeit zeigt und zu oft Populisten wählt. Eine Welt, in der früher der Kommunismus herrschte und vielleicht ein neuer Faschismus droht, was die Utopie eines gemeinsamen, Frieden stiftenden Europas zerstören könnte.

Der Politologe Ivan Krastev ist ein osteuropäischer Intellektueller, der die Mentalitäten, Psychologien und Erfahrungen des Ostens anders deutet als seine westlichen Kollegen. Er wurde 1965 im bulgarischen Lukowit geboren, der Vater war Mitglied der KP und Chefredakteur der kommunistischen Zeitung "Volksjugend". Krastev hat in den Achtzigerjahren, in den Zeiten von Glasnost, in Sofia Philosophie studiert. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus ging er als Gastforscher nach Oxford, sein Mentor war der Soziologe Sir Ralf Dahrendorf. 1994 gründete er

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2018.
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