Rein äußerlich lässt er sich nichts anmerken. Ruhig spricht der Papst am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz über den Wert intakter Familien. Und über sexuellen Missbrauch. Auch unter Katholiken seien derlei Verbrechen vorgekommen, die Kirchenleitung habe "in der Vergangenheit, so wie es aussieht, nicht angemessen" reagiert. In der Vergangenheit: Diese Formulierung lässt offen, ob damit auch die letzten fünf Jahre gemeint sind – die Zeit, seit er selbst die Weltkirche führt.

"Papst Franziskus sollte mit gutem Beispiel vorangehen", Fehler eingestehen und mit allen, die die Sittlichkeitsverbrechen des US-Bischofs Theodore McCarrick vertuschen halfen, "gemeinsam zurücktreten". Diese in der Vatikangeschichte einmalige Forderung steht seit Sonntag im Raum. Aufgestellt hat sie der ehemalige Apostolische Nuntius in den USA, Carlo Maria Viganò.

Im Vatikan ist schon seit Längerem nichts mehr, wie es war. Wenn aber, wie nun geschehen, ein ehemaliger Spitzendiplomat des Heiligen Stuhls

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 36/2018.
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