Für einen konservativen Wirtschaftsminister hätte der Auftritt zu einem Heimspiel werden müssen. Im Publikum saßen die Manager der alten Energiewirtschaft, lauter Männer im dunklen Zwirn, die Kohlekraftwerke und Atommeiler leiten. Bis vor Kurzem hielten diese Leute Windräder und Solarpanels für eine Spinnerei der Grünen.

Doch als Peter Altmaier vergangene Woche in Berlin die Bühne beim Kongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betrat, war alles anders. Dort prangte nur ein Wort, das aber in Großbuchstaben: "TEMPO". Die Bundesregierung müsse endlich die Energiewende vorantreiben, forderte Verbandsgeschäftsführer Stefan Kapferer – und belegte die Arbeit der schwarz-roten Regierung mit Vokabeln wie "Stillstand" oder "Armutszeugnis".

Der Minister gab sich zerknirscht. Seine Rede blieb defensiv und ausweichend. Die Energiewende, klagte der CDU-Politiker, stecke in der Krise. Sie verliere "Akzeptanz", es fehlten Stromnetze, ohne die der Bau neuer Windräder keinen Sinn

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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