SPIEGEL: Herr Gauweiler, Sie sind seit 50 Jahren in der CSU, Sie waren Minister, Strauß-Intimus, Parteirebell. Können Sie sich erinnern, dass die Partei je zuvor in einer Krise wie der aktuellen gesteckt hat?

Gauweiler: O ja, früher ging es noch viel härter zu. Nicht nur sprachlich, sondern auch was die inhaltlichen Entzweiungen anging, vom Trennungsbeschluss in Wildbad Kreuth bis zur Frage von Kanzlerkandidaturen. Auch die Debatten der Fünfzigerjahre zwischen kirchlich-konservativen und liberal-konservativen CSU-Kreisen wurden mit einer Schärfe geführt, die viele Herrschaften heute gar nicht mehr ertragen würden.

SPIEGEL: Für Ihre Beispiele muss man schon sehr tief ins Parteiarchiv steigen.

Gauweiler: Die Lage war sicher schon besser. Aber die CSU ist trotzdem bis heute ein Spiegelbild des Bayerischen.

SPIEGEL: Glaubt man den Umfragen, ist die CSU nur noch ein Spiegelbild von 38 Prozent der bayerischen Wähler.

Gauweiler: Auch diese Tiefen haben wir schon bei den Wahlen in den Fünfzigerjahren

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
FOTOS: Dieter Mayr / DER SPIEGEL, RICHARD SCHULZE-VORBERG, Dieter Mayr / DER SPIEGEL

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