Es war Anfang des Jahres, als Dr. med. Günter Theis klar wurde, dass auch er "nur ein biologisches System" ist und besser in den Ruhestand treten sollte. Im September wird er 70, vor fünf Jahren hatte er einen schweren Unfall, und im Winter geriet sein Herz aus dem Takt, Theis hatte Vorhofflimmern. "Zwölf Stunden im Stuhl sitzen und arbeiten, das kriege ich noch hin", sagt er. "Aber im Notfall an die Tür rennen, weil ich jemanden reanimieren muss – da wird's eng." In 66 953 Pirmasens, Volksgartenstraße 23, macht Doktor Theis deshalb zum 31. Dezember Schluss. Für seine Praxis sucht er nun einen Nachfolger.

Im April hat Theis seine Praxis bundesweit inseriert, er hat eine Anzeige aufgegeben im "Ärzteblatt Thüringen", im Journal der Ärztekammer von Berlin, von Hessen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland. Die Anzeigen haben ihn einen mittleren vierstelligen Betrag gekostet. Der Text lautet: "Praxis zu verschenken! Tadelloser Umsatz! Kein Nacht- oder Notdienst!". Er nennt eine

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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