Ein dumpfes Rumpeln, träge steigt die mächtige "Antares"-Rakete aus einem Inferno von Flammen und Rauch empor in den dunkelblau schimmernden Abendhimmel. Fast 300 Tonnen Stahl und Treibstoff donnern von der Startrampe auf Wallops Island an der Atlantikküste der USA gen Weltall. Doch etwas stimmt nicht. Nach 15 Sekunden verschluckt ein gigantischer Feuerball die Rakete, glühende Fetzen segeln zu Boden, dann erreicht eine Druckwelle die Tausenden Neugierigen, die sich versammelt haben an diesem 28. Oktober 2014.

Das Video ging um die Welt. Mit der Rakete verglühten auch 26 neuartige Fotosatelliten der Firma Planet Labs.

Doch das teure Feuerwerk konnte dem Start-up nichts anhaben.

"Space is hard", kommentierte damals Will Marshall, ein schlaksiger Brite mit schmaler Metallbrille. Der Physiker hatte Planet Labs im Jahr 2010 mit zwei Freunden gegründet – und Fehlschläge einkalkuliert.

Marshall nutzte das Unglück zu seinen Gunsten: Satelliten kaputt? Dann mussten wohl neue her. In den Reinräumen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2018.
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