Vor fast 50 Jahren betrat der Astronaut Neil Armstrong den Mond – und was bleibt der Menschheit von diesem Triumph? Ein Job für Chemiker und Kuratoren. Denn der Raumanzug von damals, zur Schau gestellt im National Air and Space Museum in Washington, beginnt sich aufzulösen. Gelbe Flecken überziehen ihn, er riecht streng.

Das Problem: Er ist aus Plastik.

"Dieser Raumanzug besteht aus 22 verschiedenen Kunststoffsorten, von denen jede unterschiedlich schnell zerfällt", sagt Yvonne Shashoua vom Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen, eine Chemikerin Mitte fünfzig, die in ihrer Freizeit gern Marathon läuft. Sie ist eine weltweit anerkannte Autorität in Sachen Plastikkonservierung.

Shashouas Labor wirkt wie ein Museum vergangenen Fortschritts. Hier lässt sich die Geschichte des Kunststoffs ablesen – und vielleicht auch seine Zukunft.

"Dies hier war ein Kühlschlauch", sagt Shashoua und zeigt auf ein brüchiges, rotbraun verfärbtes Teil. "Durch den wurde kaltes Wasser über die Haut der 'Apollo'-Astronauten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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