Deike Wilhelm, 40, kann es immer noch nicht glauben. Dass Anleger derart über den Tisch gezogen werden können, fast zehn Jahre lang. "In Deutschland wird doch sonst alles geregelt und kontrolliert", sagt die Künstlerin aus München, "wozu gibt es denn staatliche Aufsichtsbehörden?"

Jahrzehntelang verkaufte die Finanzfirma P&R Frachtcontainer an Kleinanleger wie Wilhelm, seit spätestens 2007 existierten viele davon nur noch auf dem Papier. Spätestens 2010 war die Firma offenbar schon insolvent. Doch P&R machte weiter bis zu diesem Jahr, wohl dank eines gigantischen Schneeballsystems, in dem Altanleger mit den Geldern von Neukunden bezahlt wurden. Ohne dass jemand eingriff.

In diesem Frühjahr gingen die ersten P&R-Gesellschaften dann pleite.

Es ist der größte Anlegerskandal auf dem sogenannten Grauen Kapitalmarkt, rund 54.000 Anleger sind betroffen, und Wilhelm ist mit einer Investition von rund 15.000 Euro noch vergleichsweise glimpflich davongekommen. Viele andere haben ihre gesamte Altersvorsorge

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 52/2018.
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