Aktionskunst und Fußball haben eines gemeinsam: Sie schaffen Kunstwerke, die den Augenzeugen überfordern. Erst in der Wiederholung begreift der Fußballfan, wie das entscheidende Tor eigentlich gefallen ist; erst im Nachhinein erfährt der Betrachter, dass dieser oder jener Vorgang Kunst gewesen sein soll.

Am letzten Tag der Fußball-WM wurden die Zuschauer im Luschniki-Stadion gleich doppelt überfordert: Sie sahen Aktionskunst und Fußball auf demselben Feld. Gerade hatte der Franzose Kylian Mbappé im Finalspiel das Tor der Kroaten verfehlt, da rannten plötzlich vier Personen in Polizeiuniform auf den Rasen und mischten sich unter die Spieler. Der Fernsehzuschauer bekam davon wenig mit – die Fifa will "Flitzer" nicht mit Livebildern belohnen. Die Zuschauer im Stadion sahen mehr, verstanden aber nicht, was die Einlage sollte. Sie pfiffen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
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