Der Präsident beginnt den Tag mit einem Gebet zwischen fünf und sechs Uhr morgens, je nachdem, wann die Sonne aufgeht. Danach stellt er sich eine halbe Stunde aufs Laufband und stemmt Gewichte. Er frühstückt, meist leicht, denn er leidet an Diabetes; dazu trinkt er Tee vom Schwarzen Meer. Er liest die Memos seiner Berater und die Tageszeitungen, am liebsten islamistische Blätter, und die "Sabah", die einem Verwandten untersteht. Um acht Uhr empfängt Recep Tayyip Erdoğan dann seinen Büroleiter und seinen Sprecher, um das Programm für den Tag durchzugehen. Um elf Uhr macht er sich auf den Weg in den Palast.

Erdoğan lebt gemeinsam mit seiner Frau Emine in einer Villa auf dem Gelände des Präsidentenpalastes, auf einem Hügel am Stadtrand von Ankara. Den Palast hat er sich 2014 bauen lassen, es ist eine Trutzburg aus mehreren Gebäuden mit 1000 Zimmern, einem Bunker, einer Krankenstation. Soldaten bewachen den Eingang. Besucher werden von einem Auto abgeholt und durch einen Tunnel direkt zu dem

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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