Dragana Seifert ist Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums in Hamburg, und ihre Aufgabe sei "der Nachweis des Bösen", sagt sie. Des Bösen, das jemand einem Kind angetan hat. Wohl kein Arzt in Deutschland sieht mehr Kinder, denen Gewalt zugefügt wurde, als sie. Im vergangenen Jahr hat Seifert 859 Kinder untersucht, bei denen der Verdacht bestand, der Vater, die Mutter oder eine dritte Person habe sie misshandelt, vernachlässigt, sexuell missbraucht. Seifert ist eine Expertin im Erkennen von Todesursachen - und damit im Grunde fehl am Platz. Aber Dragana Seifert ist der Überzeugung, es brauche für ihre Aufgabe den kühlen Blick der Forensikerin. Sie kann erkennen, ob ein Bluterguss tatsächlich die Folge eines Sturzes mit dem Fahrrad war, wie es die Eltern behaupten, oder ob er von einem Fausthieb herrührt. Die Kinder, die das Jugendamt zu ihr bringt, sind manchmal 17 Jahre alt, manchmal erst wenige Monate, meist aber im Vorschulalter.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!