Rico Behrens, 37, ist Professor für politische Bildung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 2015 leitet er das Modellprojekt "Starke Lehrer - Starke Schüler" an der  Technische Universität Dresden, das von der Robert Bosch Stiftung und dem sächsischen Kultusministerium gefördert wird.

SPIEGEL: Herr Behrens, Sie helfen sächsischen Berufsschullehrern seit drei Jahren, mit Schülern umzugehen, die rechtsextremes Gedankengut hegen. Sind Jugendliche in Sachsen dafür besonders anfällig?

Behrens: Per se sicher nicht. Sie leben aber in einem Bundesland, in dem sich das rechtsextreme Milieu jahrzehntelang recht unbehelligt etablieren konnte, auch weil viele Politiker das Problem bis heute verharmlosen. Es ist bekannt, dass zum Beispiel Chemnitz seit den Neunzigerjahren eine sehr gut organisierte rechtsextreme Szene hat. Für eine Forschungsarbeit habe ich vor einigen Jahren Interviews mit sächsischen Politiklehrerinnen und -lehrern geführt. Dabei wurde mir klar, wie groß die Unsicherheit

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