Es ist schon eine Weile her, da hat sich der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, mal wirklich was getraut. Er legte sich mit einem Mann an, der noch mächtiger ist als er – und mindestens genauso impulsiv.

Im November 2017 schrieb Grindel dem Fifa-Chef Gianni Infantino einen Brief. Der Grund: Der Präsident des Weltfußballverbandes hatte sich damals mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan getroffen. Die Türkei bewirbt sich wie Deutschland um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024. Infantino hatte die türkische Kandidatur während seiner Reise ausdrücklich gelobt. Grindel muss sich ziemlich über den Schweizer geärgert haben. Er fürchtete wohl eine Einmischung Infantinos zum Nachteil des DFB.

In dem Brief forderte Grindel den Fifa-Präsidenten dazu auf, sich zukünftig bitte zurückzuhalten.

Die Antwort Infantinos kam knapp einen Monat später: "Erst einmal muss ich meine Überraschung und Enttäuschung über den Ton und den Inhalt Ihres Briefes zum Ausdruck bringen",

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar

Zusätzlich sichern Sie sich mit einer Bestellung Zugriff zu allen Inhalten der aktuellen Exklusivserie „Football Leaks“ über Hinterzimmergeschäfte und schmutzige Deals im Spitzenfußball.

Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!