Bismarck-Denkmal in Hamburg
Axel Heimken / dpa
Bismarck-Denkmal in Hamburg

Früher war alles schlechter

Wir erleben immer mehr Rentenjahre

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Otto von Bismarck, der alte Zyniker, führte 1889 die Rente ein. Mit 70 Jahren war Schluss mit der Ackerei und Feierabend. Das war leicht zu finanzieren. Von Alexander Smoltczyk

Damals lag die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer bei der Geburt damals doch bei 37 Jahren. Und heute? "Jede Woche verlängert sich unser Leben um ein Wochenende", schreibt der Altersforscher Rudi Westendorp. Das freut uns, schreckt aber die Rentenversicherer. Bis die Rente mit 67 vollständig in Kraft ist, im Jahr 2029, wird die Lebenserwartung wohl um drei Jahre gestiegen sein. Kriege gibt es auch nicht mehr hierzulande. Seit Adenauer hat sich die Rentenbezugsdauer im Schnitt fast verdoppelt. 1960 dauerte ein Ruhestand rund 10 Jahre, heute 20. Und ein heute geborenes Kind hat durchaus Aussichten, 30 Jahre lang Rentner zu sein, selbst wenn bis dahin die Rente mit 70 eingeführt worden sein sollte (eine programmatische Position, die jede Partei an den Rand der Fünfprozentklippe treiben würde). 

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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