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Stress, Depressionen, Burn-out

Warum wir leiden - und was wir dagegen tun können

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Die Menschen in den reichen Industrienationen fühlen sich zunehmend gestresst, und sie verkraften Stress tatsächlich auch immer schlechter. Woran das liegt - und wie man gegensteuern kann. Von Nina Weber

Gregor Hasler ist Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Bern. Er beschreibt im Sachbuch "Resilienz: Der Wir-Faktor", wie wir gemeinsam Stress und Ängste überwinden. Resilienz ist die Widerstandskraft der Psyche. Wer resilient ist, übersteht auch widrige Ereignisse wie Leistungsdruck am Arbeitsplatz oder Gewalt vergleichsweise unbeschadet.

SPIEGEL: Herr Hasler, Sie sagen, wir haben eine Resilienzkrise. Was meinen Sie damit?

Gregor Hasler

Hasler: Die Menschen in den westlichen Industriestaaten fühlen sich zunehmend gestresst. In Deutschland etwa klagen 40 Prozent der in Vollzeit Arbeitenden über ständig steigenden Druck. Seit Jahrzehnten nimmt die Häufigkeit von Stresssymptomen zu - darunter Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Energiemangel. Es gibt viele Daten, die das belegen. Wir sind jedoch nicht stärkeren Belastungen ausgesetzt als unsere Eltern oder Großeltern. Der Grund für die erhöhte Stressanfälligkeit ist, dass unsere psychische Widerstandskraft, die Resilienz, stetig sinkt.

SPIEGEL: Woran liegt das?

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