An einem Montag im Juli zeigt sich, dass für Robert Habeck eigene Gesetze gelten. Habeck sitzt in seinem Büro in der Berliner Grünenzentrale, vor sich ein paar Hauptstadtjournalisten, neben sich die grüne Europapolitikerin Ska Keller. Es soll um Keller und ihre Kandidatur bei der Europawahl im nächsten Jahr gehen, doch Habeck hat zu einem längeren Monolog angesetzt. Als er fertig ist, sagt er: "So, ich muss jetzt los, die Ska macht noch 'n bisschen weiter."

Er dreht sich zu Keller. Sie trägt ein rotes Kleid, das ihre Oberarme freilässt, auf den linken Oberarm ist ein Drache tätowiert. Habeck streckt die Hand aus und fährt mit seinem Daumen über den Drachen auf Kellers Haut, einmal von oben nach unten. "Ich wollt schon immer mal den Drachen anfassen", sagt er.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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