Rudi Dutschke wartete im Hafen von Dover auf seinen Freund Bahman Nirumand aus West-Berlin. Doch kaum war Nirumand am 9. Januar 1970 an Land gegangen, da stellten sich ihm Beamte der britischen Einwanderungsbehörde in den Weg. Er sei leider im Vereinigten Königreich unerwünscht, sagten sie, und werde deshalb mit der nächsten Fähre wieder nach Frankreich zurückfahren.

Knapp zwei Jahre zuvor war Dutschke in West-Berlin von einem Neonazi angeschossen und schwer verletzt worden. Das war am 11. April 1968. Zunächst hatte der Studentenführer versucht, sich in der Villa des Komponisten Hans Werner Henze unweit von Rom zu erholen. Dann war er nach England gereist und lebte mit seiner Familie in London.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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