André Niemann will Holger Kendas Arbeitsplatz unter Wasser setzen. Wo der Bergmann mit einem tonnenschweren Hobel Kohle abbaut, will Niemann künftig grünen Strom speichern. "Angedacht ist ein 250-Megawatt-Pumpspeicherkraftwerk unter Tage", sagt der Wissenschaftler von der Universität Duisburg-Essen zu seiner Idee für neue Energie aus dem alten Schacht. Mit rund 40 km/h rasen Kenda und der Wasserbauingenieur gemeinsam in dem schweren Förderkorb in die Tiefe. Die Metallgatter klappern, durch den Druck knackt es in den Ohren.

Bergwerk Prosper-Haniel, Bottrop, siebte Sohle: Es ist heiß, staubig, die Luftfeuchtigkeit hoch. Der schwere Stoff des Grubenhemds klebt schon nach wenigen Minuten auf der Haut, die baumwollene Unterhose zwickt. Bergmann und Ingenieur müssen sich in diese Sicherheitskleidung zwängen, Knieschoner, Helm und Atemschutzgerät für den Notfall inklusive. "Das einzige, was Du nicht machen darfst, ist darüber nachzudenken", rät Bergmann Kenda angesichts der bis zu 1200 Meter Gestein,

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