Der Zorn des Präsidenten war gewaltig. Es sei "kurz vor zwölf", schimpfte Klaus Johannis, und Rumänien "ist noch immer völlig unvorbereitet". Die gegenwärtige Regierung sei ein "Unfall der rumänischen Demokratie", echauffierte sich das der bürgerlichen Opposition nahestehende Staatsoberhaupt weiter, eine "Perspektive guten, verantwortungsvollen Regierens" nirgendwo erkennbar. 

Der Grund für die Schelte: Die rumänische Regierungschefin hatte soeben den Europaminister des Landes entlassen, der Minister für Regionalentwicklung und der Wirtschaftsminister verloren bald darauf ebenfalls ihre Posten, selbst in der von Korruption und Krisen gebeutelten sozialdemokratisch geführten Regierung ist das ein ungewöhnlicher Vorgang. Die Entlassungswelle in Bukarest macht nicht nur dem Präsidenten des Landes Sorgen, auch in Brüssel blickt man mit zunehmendem Entsetzen auf die rumänische Hauptstadt. In wenigen Wochen, Anfang Januar, soll das Land erstmals die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Dann setzen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 51/2018.
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