Frostige minus neun Grad sind es an diesem Dezembermorgen, als die Militärparade auf der Bukarester Kiseleff-Chaussee beginnt. Gefeiert wird der 100. Geburtstag Großrumäniens. Das Wetter passt zur Stimmung auf der Ehrentribüne.

Keines Blickes würdigt Staatspräsident Klaus Johannis seine Nachbarn zur Rechten: den Senatspräsidenten, Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wegen Bestechlichkeit; den Parlamentspräsidenten, verurteilt wegen Wahlbetrugs, beschuldigt der Bildung einer kriminellen Vereinigung; und die Regierungschefin, berüchtigt für ihre Pannen auf diplomatischem Parkett.

Erstarrt und einander spinnefeind: So zeigen sie sich, die höchsten Würdenträger des größten Landes am südöstlichen Rand der Europäischen Union. Rumänien sei ein "im Zustand ständigen Skandals" gefangener Staat, gibt der daran maßgeblich beteiligte Senatspräsident zu. Man lebe mit einer Regierung, "die sich leider weder für Europa noch für ihre eigenen Bürger interessiert", klagt Präsident Johannis.

Niederschmetternde

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 52/2018.
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