Es gibt unter russischen Städten einen alten Wettstreit, welche von ihnen sich nach Moskau und Sankt Petersburg die "dritte Hauptstadt" Russlands nennen darf. Nischni Nowgorod ist ein Kandidat, und wer die alte Handelsstadt in diesem Sommer gesehen hat, der weiß, warum. Nischni hatte sich für die Fußball-WM herausgeputzt mit einem neuen Stadion, einem Park an der Wolga, neuen Hotels, frischen Fassaden. Es ist, als wäre die Stadt aus langem Schlaf erwacht.

Am kommenden Sonntag erhält die erneuerte Stadt auch einen neuen Gouverneur. Gleb Nikitin, groß, schlank, strenger Blick durch randlose Brillengläser, ist 30 Jahre jünger als sein Vorgänger. Der war schon kommunistischer Parteifunktionär, da war Nikitin noch gar nicht geboren. Der Neue hat einen MBA-Abschluss aus New York und war mit 34 Jahren Vize-Industrieminister, er gilt als fähig und erfahren.

Er ist nur einer von vielen Spitzenbeamten, die derzeit in höchste Ämter kommen: Am 9. September werden neue Regionalchefs gewählt, die wie Gleb

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar

Zusätzlich sichern Sie sich mit einer Bestellung Zugriff zu allen Inhalten der aktuellen Exklusivserie „Football Leaks“ über Hinterzimmergeschäfte und schmutzige Deals im Spitzenfußball.

Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 36/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!