Nick Burchill war auf Geschäftsreise in Victoria, einer Stadt an der kanadischen Westküste, er kam gerade von einem Termin und hielt Ausschau nach einem schönen Hotel, als ihn, tief in seinem Inneren, das schlechte Gewissen einholte.

Am Inneren Hafen sah er das Fairmont Empress, ein historisches Sternehotel, prächtig wie ein Schloss. Dann, plötzlich, zog sich sein Magen zusammen, wurde ihm heiß und übel. Er sah auf einmal wieder alles vor sich: "Den Dreck, das Chaos, die unglaublichste Sauerei", sagt Burchill, "die ein Mensch in einem Hotel anrichten kann."

Eigentlich hatte sich Nick Burchill, 49, ein Familienvater aus Nova Scotia, kanadische Ostküste, fest vorgenommen, nie wieder an das zu denken, was er eines Tages, als er noch ein junger Mann war, mit einem Zimmer jenes Hotels gemacht hatte. Er habe nie einem Menschen davon erzählt, sagt Burchill am Telefon, weder seiner Frau noch seinen besten Freunden. Er habe es einfach verdrängt, als wäre es nicht geschehen, totgeschwiegen wie einen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 18/2018.
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