"Ich war gerade vier Stunden lang auf dem Dach meines Bergbauernhofs, um den Schnee herunterzuschieben. Zum Glück ist das Dach solide konstruiert, da muss man sich jetzt bei uns in der Gegend jedes einzelne Dach anschauen und bei Bedarf den Schnee abschaufeln. Auf meinem Dach waren es 1,40 Meter, der Bauernhof liegt auf 760 Metern, in höheren Ortsteilen liegt noch deutlich mehr Schnee. Einzelne Siedlungen können derzeit nicht mehr mit dem Auto angefahren werden. Die Bundeswehr hilft uns mit gepanzerten Kettenfahrzeugen, die Leute hin und her zu fahren.

Das Hauptproblem sind im Moment nicht die Dachlasten oder Lawinen. Die größte Gefahr geht von Bäumen aus. Der Schnee ist feucht und schwer, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt klebt er gut an den Ästen. Die können abbrechen, ebenso die Baumwipfel, oder der ganze Baum stürzt um. Das nennt man Schneebruch. Die schweren Anhaftungen sind eine extreme Last für die Bäume, das hatten wir in diesem Ausmaß schon lange nicht mehr.

Skitouren im ungesicherten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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