Als ätzende und anstachelnde Kritik war sie ursprünglich gemeint, diese Zwillingsformel von den Deutschen als "Dichtern und Denkern": "Das deutsche Volk ist kein Volk der That", schrieb etwa der Vormärz-Literat Robert Prutz im Jahr 1845. Groß sei es "in allen Dingen, zu deren Ausführung man nicht vom Stuhl aufzustehen braucht; wir erobern auch die Welt, aber nicht mit Schwertern, sondern mit Lehrsätzen und Gedichten". Eine Einschätzung, die sich im folgenden Jahrhundert als grottenfalsch herausstellte, zum Leidwesen des Rests der Welt. So sind die aktuellen Datensätze zum Thema entschieden zu begrüßen. Als "flach exponentielle Trendkurve" in aufstrebender Richtung beschreibt die Deutsche Gesellschaft für Philosophie ihre Mitgliederentwicklung, wobei die derzeit etwa tausend Mitglieder der ebenfalls florierenden Gesellschaft für Analytische Philosophie den Trend nur noch verstärken würden. 

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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