Im Januar verurteilte das Landgericht Karlsruhe einen 22-Jährigen noch nicht rechtskräftig zu vier Jahren Gefängnis, weil er die sechs Monate alte Tochter seiner Freundin zu Tode geschüttelt hatte. Im April sprach das Landgericht Osnabrück in erster Instanz eine Freiheitsstrafe von acht Jahren gegen einen 31-Jährigen aus, der den 13 Monate alten Sohn seiner Lebensgefährtin so stark schüttelte, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Und im Mai verhängte das Landgericht Duisburg eine Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren gegen einen 27-Jährigen. Er hatte seinen vier Monate alten Sohn so heftig geschüttelt, dass der Säugling starke Blutungen im Schädel davontrug und seitdem blind ist.

Die Liste solcher Fälle ist lange fortsetzbar. Laut Statistischem Bundesamt werden jedes Jahr 100 bis 200 Säuglinge und Kleinkinder in Deutschland Opfer einer Schüttelattacke. Mehr als zwei Drittel von ihnen tragen dabei Langzeitschäden davon: Die Kinder erblinden, sie können nicht

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