Stroh zu Gold zu spinnen ist ein verfahrenstechnischer Knüller der grimmschen Märchenwelt – es in einen flüssigen Brennstoff zu verwandeln ein durchaus nützliches Ansinnen. Der Agrarabfall ist massenhaft vorhanden und den Bauern eine Last. Meist werden die Halme untergepflügt, in weniger ökosensiblen Ländern einfach auf dem Feld verbrannt.

Rumänien als Standort für eine neuartige Strohraffinerie erscheint Markus Rarbach nicht zuletzt aus diesem Grund sinnvoll. Im Spätsommer nach der Getreideernte stünden dort alljährlich Rauchwolken über den Feldern.

Der Bioverfahrenstechniker leitet den Geschäftsbereich Synthetische Kraftstoffe des Schweizer Chemiekonzerns Clariant. Gelänge es ihm, in industriellem Maßstab Ethanol aus Stroh herzustellen, wäre dies eine Weltpremiere. In der Nähe der rumänischen Stadt Craiova beginnt Clariant derzeit mit dem Bau einer Bioraffinerie, die jährlich 50 000 Tonnen Benzinersatz aus dem Halmgut gewinnen soll.

Sollte das Projekt glücken, könnte dies ein weiterer Schritt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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