Vom Beben, das den Vatikanstaat erschüttert, ist im Epizentrum wenig zu spüren. Hinter hohen Mauern herrscht Stille im Kirchenstaat. Die Vorhänge vor der päpstlichen Wohnung im Gästehaus Santa Marta sind zugezogen, ein Schweizergardist bewacht den Eingang, ein Gendarm patrouilliert. Die Schaltzentrale der Weltkirche gleicht einer Trutzburg.

Nur hinter verschlossenen Türen äußern sich Kardinäle und Erzbischöfe. Darüber, dass etwas passiert ist, was an die Fundamente der Kirche rührt. Es geht dabei, in erster Linie, um tausendfach dokumentierten sexuellen Missbrauch durch Seelsorger weltweit. Es geht aber zunehmend auch um Papst Franziskus. Er, als strahlender Reformer gestartet, droht seine Autorität zu verspielen – weil er häufig zur Unzeit spricht, in wichtigen Momenten hingegen schweigt.

Über Lügen, Intrigen und "einen Heiligen Vater, der wie keiner vor ihm die Glaubenswahrheit infrage stellt", wettert ein greiser Kardinal am Hof von Franziskus. Nicht einmal sechs Jahre sind vergangen,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 39/2018.
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