Es ist das Alter, denke ich manchmal. Mir wird in letzter Zeit schnell fad, wenn Experten stundenlang eine Frage diskutieren, kaum voneinander abweichende Positionen vertreten, am Ende aber trotzdem zu keinem Ergebnis kommen. Wozu das alles, frage ich mich dann, umso mehr, wenn die Antwort einfach wäre. Vielleicht habe ich schon zu viele Podiumsdiskussionen dieser Art besucht.

So erging es mir auch in dieser Woche, bei der medienpolitischen Tagung der Otto-Brenner-Stiftung. Als ich später durch die erste Eiseskälte des Jahres nach Hause fuhr, ging mir ständig diese eine Liedzeile durch den Kopf: "Die Jugend hat kein ideal, kein Sinn für wahre Werte. Den jungen Leuten geht's zu gut, sie kennen keine Härte". Sie stammt aus "Zwickt's mi" von Wolfgang Ambros, 1975 erschienen auf dem Album "Es lebe der Zentralfriedhof". Er war damals 23, und er fand für die, die sich derart über junge Leute äußern, keine schönen Worte.

Woher hatte ich den Ohrwurm? Es müssen die Reden und Vorträge gewesen

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