Patienten, oft im Alter zwischen 35 und 65, werden vom Orthopäden gern zur "Kniegelenkstoilette" gebeten. Der Begriff hat mit "faire la toilette" zu tun, französisch für: etwas säubern oder putzen. Die ärztlichen Reinigungskräfte schieben dazu ein Endoskop ins Knie, entfernen verschlissenes Knorpelmaterial, glätten raue Oberflächen und spülen literweise Flüssigkeit hindurch. Das alles soll gegen Schmerzen helfen.

Diese Endoskopie des Kniegelenks, auch Arthroskopie genannt, wurde größtenteils in den Siebzigerjahren entwickelt und zählt heute zu den häufigsten Operationen überhaupt. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 217.000 Gelenkknorpel und Menisken in Krankenhäusern auf diese Weise traktiert. Orthopäden machen Millionen damit - aber hilft es dem Patienten?

Die Methode war in Europa und den USA bereits seit 20 Jahren Routine, als der amerikanische Orthopäde Bruce Moseley auf die Idee kam, den Nutzen der Kniegelenkstoilette in einer Vergleichsstudie aufzuzeigen. Im Losverfahren

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