Alexander Gauland bekommt in Zukunft weniger Sendezeit. Die ARD-Show "Hart aber fair" hat angekündigt, ihn nicht mehr als Talkgast einzuladen, nachdem der AfD-Politiker sich in einer Rede dermaßen ahistorisch und menschenverachtend geäußert hatte, dass ich große Unlust verspüre, ihn hier zu zitieren.

Der Ausschluss ist die richtige Entscheidung, denn Gauland hat spätestens mit dieser Entgleisung bewiesen, dass er weniger Bereicherung als Gefahr für einen klugen Diskurs in einer Live-Talkshow sein kann.

Dennoch wird er weiterhin in unserer Öffentlichkeit stattfinden. Und auch das ist gut so. Denn Medien haben zwar nicht die Pflicht, profilierten Rassisten eine Bühne zu bieten, genauso wenig aber müssen sie geschlossen eine Entscheidung treffen oder gar konspirativ den Boykott eines Politikers besiegeln. Jede Entscheidung, die von allen Medienhäusern in Deutschland gleichermaßen getragen und durchgesetzt wird, sollte uns ohnehin mehr als widerlich vorkommen.

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