Am Freitag der vergangenen Woche löste der Mann, der die Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens bei zwei Parlamentswahlen auf nur 84 Abgeordnete heruntergeschrumpft hatte, den konservativen Regierungschef Mariano Rajoy ab. Pedro Sánchez, 46 Jahre alt, hatte ein Misstrauensvotum gewonnen, unterstützt von sieben Parteien quer durch die politischen Lager. Das war das erste Beben. In dieser Woche folgte das zweite: Sánchez nominierte sein Kabinett, darunter Parteilose und viele hochkarätige Experten, und besetzte 11 von 17 Ministerposten mit Frauen.

Es sieht fast so aus, als wollte der Sozialist das Land im Schnelldurchgang wieder in die europäische Avantgarde katapultieren – nach all den bleiernen Jahren unter dem Aussitzer Rajoy, dem zum Schluss ein System von Korruption in seiner Partei zum Verhängnis geworden war. Und so kehrt die sozialistische Partei nun an die Macht zurück, unverhofft, so wie im März 2004, als José Luis Rodríguez Zapatero die Parlamentswahl gewann, nur drei Tage nach

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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