Die Stadt Mainz war bislang unter anderem als Heimat des ZDF und Hochburg des Karnevals bekannt, aber eher nicht als linksintellektueller Hotspot. Das allerdings hat sich im Lauf des vergangenen Jahres ein wenig geändert.

Plötzlich kamen aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt originelle und unbequeme Denkanstöße zur Krise und Zukunft der SPD, abgedruckt in Springers "Welt", der linksalternativen "taz" und sogar in der ehrwürdigen "Frankfurter Allgemeinen". Der Tenor, ganz grob: Sozialpolitisch müsse die SPD nach links rücken, gesellschaftspolitisch nach rechts. Dezidiert auch in der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik.

Autor der Beiträge war ein Mann namens Nils Heisterhagen, Doktor der Philosophie, gerade mal 30 Jahre alt und im Hauptberuf nicht etwa Wissenschaftler oder Abgeordneter, sondern lediglich Referent in der Mainzer SPD-Landtagsfraktion. Bis vor Kurzem jedenfalls.

Montagmittag, Anruf in der Landtagsfraktion, eine Frau hebt ab: Nein, der Herr Heisterhagen arbeite nicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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