Das Kriminalgericht Moabit ist eine Justizfabrik. Rund 340 Richter und ungefähr 360 Staatsanwälte arbeiten im größten Strafgericht Europas, an die 300 Wachleute sorgen für Sicherheit. Jeden Tag sind bis zu 300 Hauptverhandlungen angesetzt. Zu den berühmtesten Angeklagten gehören der Hauptmann von Köpenick, der Kaufhaus-Erpresser Dagobert und Erich Honecker, der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR.

Am 13. Januar 2014 komme ich zum ersten Mal in den riesigen Komplex. Ich nehme den Haupteingang. Er liegt im Altbau, einem Gebäude aus wilhelminischer Zeit mit hoher Eingangshalle, geschwungenen Treppen und Statuen an den Wänden. Wer hier hinkommt, so die architektonische Botschaft, ist winzig im Vergleich zur verbauten Staatsmacht.

Noch einschüchternder als die Größe des Gerichts wirkt seine Unübersichtlichkeit. Ich bin Jugendschöffe am Amtsgericht und muss in einen anderen Gebäudetrakt am Ende des Labyrinths mit seinen mehr als 20 Treppenhäusern und rund einem Dutzend Innenhöfen.

An meinem

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