Weit draußen im Indischen Ozean, wo das Wasser von Türkis in ein tiefes Blau übergeht, quälen sich fünf Containerschiffe durch die Wellen. Dann drehen sie Richtung Küste und nehmen Kurs auf einen der betriebsamsten Häfen der Welt: Sri Lankas Port of Colombo. Mehr als sieben Millionen 20-Fuß-Container wurden hier 2018 umgeschlagen. Sie führten die Schätze der Moderne mit sich: iPhones für den Westen und Maschinen aus Europa.

Sri Lanka ist ein Land, das wenig produziert und doch als Marktplatz der Welt agiert: Vor seiner Küste verläuft eine wichtige Schifffahrtsroute. Sie verbindet den Suezkanal und die Straße von Malakka. Hier treffen Europa und Afrika auf Asien; Ost auf West. Zu allen Zeiten wussten Großmächte um die Bedeutung der Insel: die Römer, die Portugiesen, die Briten. Und Chinas heutige Führung weiß es auch.

Rund zwei Drittel der Öllieferungen an China und ein Großteil seiner Im- und Exporte passieren Sri Lankas Südflanke. Peking ist deswegen an guten Beziehungen zu Colombo interessiert.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 2/2019.
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