Ein Mann steht an einer Kreuzung in der Altstadt von Amsterdam. Er ähnelt dem Schauspieler Robin Williams, abwechselnd schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen, oder er hält sich die Augen zu. Es ist Stephen Hodes, knapp 70 Jahre alt, grauer Haarkranz, kariertes Freizeithemd, die obersten Knöpfe offen. Er steht in Sichtweite des Bahnhofs, wo Züge im Minutentakt Armeen mit Rollkoffern in die Stadt entlassen und bis auf die letzten Plätze besetzte Hop-on-/Hop-off-Boote ablegen. Vor dem ehrwürdigen Hotel Victoria, zwischen Einkaufsmeile Damrak und dem Rotlichtbezirk, rasen Touristenhorden mit Mietfahrrädern über Rot. Statt auf die Straße, schauen sie lieber Google Maps auf ihren Smartphones, Einwohner springen zurück auf die Gehwege und fluchen laut. Hodes zählt drei Unfälle und vier Zusammenstöße in 20 Minuten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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