SPIEGEL WISSEN: Herr Schulte-Markwort, ist die Pubertät die emotionalste Lebensphase des Menschen?

Schulte-Markwort: Nein, das würde ich so nicht sagen. Auch die Säuglingszeit kann geprägt sein von extremen Gefühlen: der Übergang in den Kindergarten, in die Schule, das sind gefühlsintensive Phasen. Und auch die anschließende Latenzzeit, wie Sigmund Freud sie genannt hat, ist längst nicht so unbekümmert, wie viele glauben. Die ganze Wucht von Sexualität, Triebhaftigkeit, Lust und Aggression entwickelt sich aber tatsächlich erst in der Pubertät.

SPIEGEL WISSEN: Und warum knallt es mit den Eltern?

Schulte-Markwort: Als der Junge sechs Jahre alt war, hat er gesagt: "Mama, warte auf mich, ich werde dich heiraten. Aber sag das bitte nicht Papa." Mit der beginnenden Pubertät löst sich diese Gewissheit auf. Die Jungs, natürlich auch genauso die Mädchen, merken plötzlich, diese Heirat wird es nicht geben. Das heißt, sie müssen sich entlieben. Wie macht man das? Indem man den anderen blöd findet. Dann

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