SPIEGEL: Frau McGonigal, wann waren Sie das letzte Mal so richtig gestresst?

McGonigal: Als ich letztens in den Nachrichten wieder einen Bericht über die verzweifelte Jugend Amerikas sah. Das stresst mich.

SPIEGEL: Und was tun Sie dann?

McGonigal: Wenn ich merke, wie der Stress mich packt, mein Herz klopft und meine Hände feucht werden, schalte ich um. Ich gehe nicht weiter in die Verzweiflung hinein, sondern ich mache mir klar: Ich bin gestresst, weil es mir wichtig ist, wie es unserer Jugend geht. Und das ist gut so. Ich spreche als Gesundheitspsychologin viel mit Jugendlichen über die positiven Seiten von Stress – denn eine Haltungsänderung kann ihr Leben enorm verbessern.

SPIEGEL: Immer mehr Menschen stöhnen unter der Last des Alltags und werden krank durch Stress. Sie erklären nun, dass Stress gut ist. Wie kommen Sie darauf?

McGonigal: Eine große Studie hat mich zum Nachdenken gebracht. Wissenschaftler verglichen die Daten von 30 000 Amerikanern aus einer offiziellen Gesundheitsumfrage

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 4/2018.
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