Peter Altmaier bot das ganze Repertoire seiner diplomatischen Kunst auf, doch es nutzte nichts. Über eine Stunde nahm sich der Bundeswirtschaftsminister Ende November Zeit, um in seinem Berliner Ministerium mit Aktivisten zu diskutieren, Vertretern von Bürgerinitiativen, die überall im Land gegen den Ausbau von Stromtrassen protestieren. »Ihr bürgerschaftliches Engagement ist beeindruckend«, flötete Altmaier, am Ende aber blieb ihm nur die klare Ansage: Die Trassen, die nötig sind, würden auch gebaut. 

Der Wirtschaftsminister weiß, dass die Zeit drängt, denn aus Brüssel droht Ungemach. Noch vor Weihnachten will die EU sich auf die letzten, umstrittensten Bestandteile des sogenannten Clean-Energie-Packages (»Saubere Energie für alle Europäer«) einigen. Damit würden die Verordnungen zur Regulierung des europäischen Strommarktes nach jahrelangem Ringen in Deutschland direkt anwendbares Recht. Die Kommission pocht in ihrem 3000 Seiten dicken Paket auf einen Binnenmarkt ohne Grenzen. Geht es

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 50/2018.
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