Grau das Haar, gebeugt der Rücken, aber wach und fröhlich der Blick. Siegward Lönnendonker ist 79 Jahre alt und sitzt an einem Resopaltisch. In den hellgrauen Pappkartons auf den Tischen um ihn herum liegen Papiere, die ein halbes Jahrhundert alt sind, ihre Farbe changiert von Gelb nach Braun.

Es sind Akten des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) von 1968 – aus dem Jahr, in dem die Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland zu Ende ging. Der SDS war damals der Motor der Studentenbewegung, die vergilbten Papiere sind die wichtigsten Quellen der Revolte.

Seit 1963 hat Siegward Lönnendonker Flugblätter und Broschüren der "Außerparlamentarischen Opposition" (APO) gesammelt. "APO und soziale Bewegungen" heißt das Archiv, das seit 2004 Bestandteil des Universitätsarchivs der Freien Universität (FU) Berlin ist. Auf 672 Regalmeter ist es mittlerweile angewachsen, rund drei Millionen Seiten Dokumente. Etwa 30 Meter davon nehmen die 200 000 Seiten SDS-Akten ein.

Seit seiner Pensionierung

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2018.
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