Offiziell ist er italienischer Innenminister, doch man könnte Matteo Salvini auch für einen Erzähler halten, für einen Künstler der Angst und der Düsternis, für einen Mann, der Horrorszenarien entwirft, Bilder, in denen die Horden sich auf den Weg nach Europa machen, über das Wasser, auf dem Schiff. Salvini, Mitglied der rechtspopulistischen Partei Lega, lässt deshalb Italiens Häfen für Migranten schließen, seine Behörden drangsalieren private Seenotretter. Er liebt den Konflikt, Streit nützt ihm. Seit Salvini den Flüchtling zum Feindbild erklärt hat, steigen seine Umfragewerte. Das Thema der Migration über die Meere beherrscht die italienische Debatte und die in Europa – und nun steht es auch im Zentrum eines Films: "Styx" (Kinostart: 13. September).

"Styx" ist keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm, Regie führte der Österreicher Wolfgang Fischer. In der griechischen Mythologie ist der Styx ein Fluss, die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten. Um diese Grenze

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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