Bashir
ASHRAF SHAZLY / AFP
Bashir

Sudan

"Bashir ist am Ende"

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Der Sudan wird seit 1989 von Omar al-Bashir regiert, der wegen Völkermordes vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht wird. Magdi El Gizouli vom Rift Valley Institute erklärt, warum es eng wird für Bashir. Von Raniah Salloum

Seit über zwei Wochen gibt es Proteste gegen Bashir. Mehrere Dutzend Menschen wurden dabei nach Angaben von Menschenrechtlern getötet. 

SPIEGEL: Wie haben die Proteste angefangen?

El Gizouli: Sie gingen in Atbara los, einer verschlafenen einstigen Arbeiterstadt im Nordosten. Dort hatten sich die Brotpreise über Nacht verdreifacht. Hintergrund ist die schwere Wirtschaftskrise seit der Abspaltung des ölreichen Südsudan 2011. Die Regierung spart und streicht Subventionen. Dazu kommen die Repression und drei ungelöste gewaltsame Konflikte. Schnell haben sich die Proteste landesweit ausgebreitet.

SPIEGEL: Wer sind die Demonstranten?

El Gizouli: Interessant ist, dass vor allem die Provinzstädte demonstrieren – Orte mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern, die eigentlich das Rückgrat der seit Jahrzehnten herrschenden Partei bilden. In Khartum demonstriert neben den ärmeren Schichten auch die Mittelklasse – Studenten, Intellektuelle, junge Angestellte. Sie fordern Demokratisierung und den Rücktritt Bashirs.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 2/2019.
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