Wo das Grab liegen soll, weiß Harry Harmse nicht so genau. Er bezweifelt, dass es überhaupt existiert. "Sie machen das immer so", sagt der 70-jährige Farmer. Sie, die Schwarzen. In seinem Fall hatte eine ehemalige Hilfsarbeiterin erklärt, dass sie ihr verstorbenes Kind auf Harmses Farm beerdigt habe, unten am Wasserlauf, im Jahr 1953, und dass sie deshalb Anspruch auf sein Land erhebe – es sei das Land ihrer Ahnen.

Harmse sagt, allein in seiner Gegend südlich der Provinzstadt Polokwane gebe es rund 2000 Verfahren, in denen Rechtsansprüche auf den Grund und Boden weißer Landwirte angemeldet wurden. Aber er werde seinen Besitz bis zum letzten Blutstropfen verteidigen, schließlich habe er die Farm namens Rietvlei erst vor 14 Jahren gekauft, "ganz rechtmäßig".

Die Arbeiterin ist mittlerweile verstorben, Harmse hat erst mal Ruhe. "Aber irgendwann werden sie uns alles wegnehmen. Sie wollen den Kommunismus." Sie, die Schwarzen und ihre Regierung, die angekündigt hat, das Land der Weißen zu enteignen,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 47/2018.
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