Entweder Deportation nach Idlib oder Tod – vor diese Wahl hat Baschar al-Assad die Menschen in den vergangenen Jahren immer wieder gestellt, wenn die Rückeroberung von Rebellengebieten in Syrien bevorstand. Wenn das letzte Krankenhaus zu Schutt gebombt und die letzten Vorräte nach mehrjähriger Belagerung aufgebraucht waren, ließen sich die Überlebenden darauf ein, in grünen Bussen nach Idlib gebracht zu werden: mal nur Kämpfer und Oppositionelle wie in Ost-Ghuta, mal alle, wie im Damaszener Vorort Daraja und in Ost-Aleppo.

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Landes, rund um die gleichnamige Stadt, ist nun der letzte Rückzugsort der inzwischen mehrheitlich islamistischen Rebellen gegen Präsident Baschar al-Assad – und vieler Zivilisten. Nach Uno-Schätzungen leben mittlerweile 2,9 Millionen Menschen in der Provinz; 1,4 Millionen von ihnen sind vor dem Assad-Regime aus anderen Landesteilen dorthin geflüchtet.

Es war seit Langem der Plan des Regimes, alle Oppositionellen in Idlib zu sammeln.

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