Samir al-Sarradsch ging nicht. Nicht, als die Granaten einschlugen, und auch nicht, als die syrische Luftwaffe schließlich sein Viertel angriff, bis die Rebellen in einen Deal einwilligten, der ihnen den Abzug nach Norden ermöglichte. Heute sagt er über jene, die jahrelang seinen Vorort von Homs belagerten, beschossen und in Trümmer bombten: "Ja, das musste sein." Denn ohne die Entschlossenheit der syrischen Streitkräfte, so fügt er hinzu, wäre er ja nie von den "Terroristen" befreit worden – also von seinen ehemaligen Freunden, Verwandten, Nachbarn.

Al-Wair war das letzte Viertel von Homs, das von Baschar al-Assads Truppen zurückerobert wurde. Tausende Kämpfer und Zivilisten wurden in Bussen nach Idlib gebracht, 1150 blieben und ergaben sich. Im Mai 2017 war ganz Homs wieder unter der Kontrolle des Regimes.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!